Zur Landkarte Bistum

Informationen

Gemeinden

In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden / Ortschaften die zur Pfarrei Hl. Laurentius in Herxheim gehören.

Hayna

mehr Infos


Herxheim

mehr Infos


Herxheimweyher

mehr Infos


Insheim

mehr Infos


Offenbach

mehr Infos

Aus der Geschichte der Pfarrei in Offenbach

Die Kirche St. Ägidius (bis 1753)

1235 wird erstmals eine Kirche in Offenbach erwähnt. Vermutlich war der hl. Abt Ägidius schon damals der Kirchenpatron, wenn auch das Patronat erst seit 1701 nachweisbar ist.
Das Kloster Klingenmünster besaß in Offenbach Rechte, war aber auch zum Bau der Pfarrkirche und ihrer Unterhaltung verpflichtet.
In einer kurpfälzischen Bestandsaufnahme von 1587 ist zu lesen:
Die Kirche ist in gutem Zustand. Die Baupflicht am Langwerk (Schiff) ist dem Stift Klingenmünster auferlegt, die Baupflicht am Chor dem Domkapitel und die am Turm der Gemeinde selbst.
Ein Gutachten aus dem Jahre 1752, erstellt für die Geistliche Güteradministration Heidelberg (sie ist seit Aufhebung der Klöster für das Kirchenschiff zuständig) kommt zu dem Ergebnis: Eine Reparatur ist nicht mehr möglich. Abgesunkene Wände und ein völlig morsches Dach lassen den Einsturz der Kirche jederzeit befürchten. Zudem reiche sie für die auf 600 Seelen angewachsene Pfarrei nicht mehr aus. Die Gemeinde beantragt einen Neubau.
Einem Bericht von 1754 im Pfarrgedenkbuch ist zu entnehmen, dass auch der Turm der alten Kirche schon zur Obergasse hin stand. Aber im Gegensatz zur neuen Kirche diente sein Untergeschoss nicht als Haupteingang zur Kirche, sondern als Chor mit dem Hochaltar. Priester und Gläubige waren somit bei den Gottesdiensten, wie oft üblich, gegen Osten gewandt, zum Heiligen Land hin.

 

Die Pfarrkirche St. Josef (1754 — 1965)

Geistl. Güteradministration und Domkapitel erteilten den Bittgesuchen um Errichtung einer neuen Kirche ,das gnädige Fiat sonder jeden Anstand“. Alsbald entschloss sich auch die Gemeinde für den Neubau des Kirchturmes. Am 16.April 1753 begannen die Arbeiten an den neuen Fundamenten. Der Abbruch der alten Kirche innerhalb dieser Fundamente erfolgte erst am 30. April, am Tag nach dem Weißen Sonntag. Die Gottesdienste fanden vorübergehend im nahen Rathaus statt. Die feierliche Verlegung des ,,Ecksteines“ fiel auf den 7. August, und Ende 1753 war der Rohbau unter Dach und Fach. Bereits am 8. August 1754, am Fest Mariä Geburt, begannen die 3-tägigen Einweihungs-feierlichkeiten. Als neuen Kirchenpatron hat sich die Pfarrei den hl. Josef auserwählt. St. Ägidius ist seitdem zweiter Patron der Kirche.

1762 erwarb die politische Gemeinde eine neue Turmuhr. Sie wurde erst 1992 durch eine Funkuhr ersetzt und befindet sich jetzt im Heimatmuseum.

1863 wurde die Kirche "im Chor erweitert" und völlig neu gestaltet. Ihre erste Orgel erhielt sie bereits ein Jahr nach der Einweihung. Sie hatte zwölf Register. Die zweite Orgel mit 1080 Pfeifen wurde 1877 aufgestellt, die dritte 1937.

Die Pfarrkirche St. Josef seit 1965/66

Die Pfarrei war auf ca. 2500 Seelen angewachsen. Die Kirche mit 440 Sitzplätzen war zu klein geworden. So entschloss sich die Kirchenverwaltung unter Pfarrer Otto Spieß, mit den anstehenden Reparaturen gleichzeitig eine Erweiterung der Kirche vorzunehmen.
Nach Zustimmung des Bischöflichen Ordinariats wurde am 11. Januar 1965 mit dem Abbruch des Chors und eines Teiles des sich daran anschließenden Langhauses begonnen. Die Mauern des restlichen Schiffes mit noch zwei der insgesamt fünf Fensterachsen blieben aus Gründen des Denkmalschutzes erhalten, ebenso der barocke Kirchturm.
Zur Gewinnung von zusätzlichem Raum wurde der neue Teil des Schiffes beiderseits erweitert, bes. gegen Süden hin, wo mehr Gelände zur Verfügung stand. Die Bodenverhältnisse machten eine Pfahlgründung erforderlich. So steht der in Stahlbeton ausgeführte neue Kirchenteil auf 10m tiefen Betonpfählen.
Die Überdachung des neuen Schiffes war wegen seiner enormen Breite ebenfalls nur in Stahlbetonbauweise möglich, wobei ein im Kirchenbauwesen erstmals angewandtes Verfahren zum Zuge kam. Durch Einbeziehung des Dachraumes, auch im Altbau, wurde eine besondere sakrale Raumwirkung erzielt. Der erhöhte Fußboden des kurzen Altarraumes reicht als Stellfläche für den Altar in das Schiff hinein. So kann das liturgische Geschehen von jedem Platz der im Halbkreis um den Altar gruppierten Bankreihen eingesehen werden. Erwähnt seien noch der Einbau einer neuen Empore und eine umfassende Sanierung des Kirchturmes. Nach der Erweiterung verfügt die Kirche über 650 Plätze.

Zum 50-jährigen Priesterjubiläum von Weihbischof Ernst Gutting in der Offenbacher Kirche am 20.Juni 1999 wurde unter Pfarrer Xaver Albizuri der Innenraum renoviert. Die Wände, bisher in Betongrau gehalten, erhielten einen freundlichen Anstrich in gebrochenem Weiß. Die unzulängliche Beleuchtung ersetzen seitdem mächtige, fünfarmige Leuchter. Der 1965/66 beseitigte Haupteingang durch den Turm wurde samt neuer Treppe wieder hergestellt. Die heutige, dezente Farbgestaltung der Altarwand erfolgte erst im Jahre 2000.

Im Jahre 2003 beging die Pfarrei den 250. Jahrestag der Grundsteinlegung ihres Gotteshauses. Hierzu wurde der Innenraum der Kirche renoviert und die Orgel bekam zusätzliche Register.
Aufgrund der zurückgehenden Anzahl der Gottesdienstbesucher wurden Bankreihen auf der linken Altarseite und vor dem Haupteingang entfernt. So wurde Platz geschaffen für eine Gebetsecke und Installationen. Einer der Beichtstühle wurde durch eine Josefs-Ecke ersetzt.

----------------------------------------------------------------------------


Aufgrund des ständig zunehmenden Priestermangels konnten viele Pfarreien nicht mehr besetzt werden. So wurde 1998 die Pfarreiengemeinschaft Offenbach, Bornheim und Knöringen mit dem Zentrum Offenbach gebildet.

2016 kam es zur Großpfarrei St. Laurentius mit den Orten Hayna, Herxheim, Herxheimweiher, Inheim und Offenbach mit Sitz in Herxheim. Pfarrer Arno Vogt betreut mit einem Seelsogeteam die fünf Pfarreien.

Edwin Nullet und Peter Weidemann

Anzeige

Anzeige